Gottesdienst mit Bibliolog

Da kann ich mitreden

Einladung zum Gottesdienst mit Bibliolog



Haben Sie, habt Ihr mal wieder Lust zum Bibliolog zu kommen?! Vielleicht waren Sie, wart Ihr schon mal dabei, wenn viele mitreden im Gottesdienst, beim Bibliolog (* siehe Info) - das ist einfach sehr lebendig und bringt vieles in Bewegung. Alte und Junge trauen sich in die Personen der biblischen Geschichten hinein zu spüren und aus deren Perspektive zu sprechen. Und selbst wer zunächst nichts sagen will, ist Teil von diesem ganzen Erlebnis und kann neue Eindrücke mit nach Hause nehmen.

Dieses Mal werden wir einen Text aus dem Alten Testament anschauen – mehr verrate ich nicht, außer, dass es ein spannender Muttertag wird JWenn Sie und Ihr das mit eigenen Augen und Ohren erleben wollen, dann
HERZLICHE EINLADUNG zum Gottesdienst mit Bibliolog
am Sonntag, den 13. Mai 2018
um 10:30 in der Paul-Gerhardt-Kirche in Lieblos
anschließend Kaffee und Gespräch

(Wer für den nächsten Bibliolog am 28. Oktober 2018 einen Textwunsch hat, kann den gerne an diesem Tag per Umfrage loswerden oder auch mir per Mail mitteilen)

Pfarrerin Kerstin Berk  J mit Bibliolog- Grundausbildung J

Heut red‘ ich mit – Einladung zum Gottesdienst mit Bibliolog

Geht es Ihnen manchmal im Gottesdienst auch so, dass Ihnen manche Figuren aus den Bibeltexten ganz nah kommen? Dass ein Petrus oder eine Sarah Sie berühren, dass Sie mitfühlen oder sich ärgern? Dass Sie die Zweifel oder die Freude oder die Ratlosigkeit der biblischen Menschen beinah spüren können?
Und dass es Sie wirklich reizen würde, das mal laut zu sagen und zu erfahren, wie es die anderen Gottesdienst-Besucherinnen denn empfinden?
Dann sind Sie richtig beim Bibliolog- eine Verbindung aus Bibel+Dialog = Bibliolog. (* siehe Info)
Ein Bibeltext wird in Abschnitten gelesen und dazwischen darf jeder und jede, die Personen aus dem Text zum Sprechen bringen. Die BesucherInnen schlüpfen dann in die Rolle des Petrus oder der Sarah. Und sie erzählen, wie es ihnen in der Szene, die gerade gelesen wird, ergeht. Das ist dann so, als würde die Person im Raum sein. Die biblische Geschichte wird lebendig, bunt und manches ist plötzlich ganz aktuell und spricht in unsere Zeit und unser Leben hinein.
Es bleibt beim Bibliolog im Gottesdienst natürlich die Liturgie, Lieder und Gebete. Aber die Predigt, die halten an diesem Tag eben alle miteinander. Die Pfarrerin erschließt jeweils eine Rolle unter einer bestimmten Fragestellung. Sie leitet den Bibliolog, damit alle zu Wort kommen, die sich beteiligen möchten und jede Äußerung ihren eigenen Wert bekommt. Und selbst wer zunächst nichts sagen will, ist Teil von diesem ganzen Erlebnis und kann neue Eindrücke mit nach Hause nehmen.

Pfarrerin Kerstin Berk J mit Bibliolog- Grundausbildung J

*Bibliolog Information

Urheber des Bibliologs ist der jüdische Nordamerikaner Peter Pitzele, der zusammen mit seiner Frau Susan Pitzele diesen Ansatz Mitte der 1980er Jahre entwickelte. Pitzele ist Literaturwissenschaftler und Psychodramatiker. Deshalb ist er bemüht um die Gefühlsebene der Texte und um die Genauigkeit im Umgang mit dem Wort. Pitzele versteht den Bibliolog als moderne Form der jüdischen Auslegungsweise der Torah durch eine erzählerische Auslegung der offenen Fragen der Texte. Dabei kann jeder auch ohne theologische Vorbildung mitmachen. Da Susan Pitzele anglikanische Christin ist, war der Bibliolog von Anfang an interreligiös ausgerichtet.
Nach Europa kam der Bibliolog Ende der 1990er Jahre, und wurde besonders von Uta Pohl-Patalong verbreitet. Seit 2004 werden – autorisiert von dem Urheberpaar – deutschsprachige Bibliologkurse angeboten, die es Menschen mit entsprechenden Vorkenntnissen ermöglichen, den Bibliolog in ihren Arbeitsfeldern einzusetzen.
Ein Bibliolog hat einen strukturierten methodischen Ablauf. Die Leitung erläutert zunächst den Zugang und klärt die „Spielregeln“. Die Teilnehmenden werden gebeten, sich in bestimmte Gestalten des Textes hineinzuversetzen und bekommen in diesen Rollen Fragen gestellt, auf die es unterschiedliche Antworten gibt. Wer möchte, kann eine Antwort laut sagen, ebenso darf man sie aber auch still für sich behalten.
Der Bibliolog begreift die biblischen Texte grundsätzlich als mehrdeutig. Es geht nicht darum, das „richtige“ Verständnis des Textes zu gewinnen, sondern unterschiedliche Deutungsmöglichkeiten zu eröffnen, und damit einen vertieften Zugang zum Text ermöglichen.

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