Fasten für das Klima

Die Passionszeit ist seit alters her auch Fastenzeit. Allerdings muss ich offen gestehen: bisher habe ich mich noch nie wirklich der Herausforderung gestellt, sieben Wochen lang Verzicht zu üben. Doch das soll in diesem Jahr anders werden und zwar deshalb, weil es seit ein paar Jahren die kirchliche Aktion „Fasten für Klimaschutz und Klimagerech-tigkeit„ gibt. Was steckt hinter diesem Titel? Nun, eigentlich ist es ganz einfach: Es geht darum, während der Passions-zeit bewusst auf die eine oder andere liebgewordene, aber nicht gerade klimafreundliche Gewohnheit zu verzichten und so der Umwelt zu helfen. Dabei ist es den Verantwortlichen der Aktion wichtig, dass die „Fastenden„ die sieben Wochen vor Ostern als eine Zeit des spielerischen Experimentierens begreifen, also ohne inneren Druck an die Sa-che herangehen. Es geht darum, in den sieben Wochen einfach mal auszuprobieren, ob man nicht auch mit dem Fahrrad zur Dienstbesprechung fahren kann. Vielleicht nicht zu jeder Sitzung, aber doch so oft wie möglich. Oder ob man in der Lage ist, öfter mal auf Fleisch zu verzichten. Oder ob man es mal eine Woche lang schafft, im Supermarkt ohne Plastikverpackungen einzukaufen.
Um Menschen, die sich für das „Klimafasten„ interessieren, weitere Anregungen zu geben, haben die an der Aktion beteiligten Landeskirchen und Bistümer eine Broschüre her-ausgegeben. Sie trägt den Titel „So viel Du brauchst„ und ist im Internet einsehbar (www.klimafasten.de), wird aber ab Aschermittwoch auch in unseren Gemeindehäusern und Kirchen ausliegen. In dieser Broschüre wird auch eine Struk-tur für die sieben Wochen „Fastenzeit„ vorgeschlagen, die es verhindert, dass sich die Menschen, die sich für das „Klimafasten„ begeistern, überfordern. Diese Struktur sieht vor, das eigene Augenmerk jeweils für eine Woche auf einen bestimmten Lebensbereich zu lenken, in dem wir durch die Veränderungen unserer Gewohnheiten einen Beitrag zur Klimaverbesserung leisten können. So steht eine der sieben Passionswochen beispielsweise unter dem Motto „Eine Woche Zeit für meinen Energiehaushalt„, eine andere Woche unter dem Motto „Eine Woche Zeit dafür, anders unterwegs zu sein„ usw. Am Aschermittwoch um 19.30h möchte ich die Fastenaktion „So viel Du brauchst„ mit einer kleinen Abendmahlsfeier in der Bergkirche offiziell in unserer Gemeinde eröffnen und im Abschluss daran allen Interessierten das Klimafasten in einer geselligen Runde noch einmal etwas genauer vorstellen. Während der sieben Passionswochen soll es dann noch zweimal die Gelegenheit geben, gemeinsam Abendmahl zu feiern und sich danach bei einem kleinen Imbiss auszutauschen. Die Termine dafür sind Freitag, der 22. März und Freitag, der 12. April jeweils um 19.30h in der Bergkirche. Ich bin gespannt, welche Erfahrungen, Sie und ich machen werden. Herzliche Grüße und vor allem herzliche Einladung!

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